Selbstwirk­samkeit – Teil 1

Wirksam aus eigener Kraft

Derzeit erhalten wir verstärkt die Rückmeldung, dass es bei vielen Arbeitskräften an Basiswissen fehlt. Als auf HR-Themen spezialisierte Kommunikationsagentur unterstützen wir unsere Kunden dabei, ihre Total Rewards Projekte zum Erfolg zu führen. Am Ende ist es aber vor allem eines: Wir bringen Menschen zusammen und sorgen für Verständigung. Wissen ist dafür essenziell.

Beschäftigen wir uns also mit dem Thema Selbstwirksamkeit.

Wir sind uns nicht sicher, ob die aktuelle, sehr fürsorgliche Haltung gegenüber Mitarbeitenden in Anbetracht der sich schnell verändernden Umgebungsbedingungen geeignet ist, die Arbeitskräfte optimal zu fördern. Nun können Unternehmen nicht den Bildungsauftrag von Staat und Familie übernehmen. Das ist weder möglich noch sinnvoll, aber, wie schon Wilhelm Busch sagte, „wer auf den rechten Weg will, muss durchaus durch sich selbst hindurch“. Was heißt das konkret? 

Wir können im Erwachsenenleben die Sozialisierung durch Familie, Schule usw. nicht nachträglich beeinflussen. Was aber Unternehmen dazu tun können, findet sich unter dem Begriff „Selbstwirksamkeit“.

Zahlreiche Studien haben gezeigt, dass Selbstwirksamkeit positive Effekte auf die Leistung, die Zufriedenheit, die Gesundheit und das Wohlbefinden von Individuen und Gruppen hat.

Selbstwirksamkeit und Eigenverantwortung

Der Begriff der Selbstwirksamkeit wurde von dem amerikanischen Psychologen Albert Bandura geprägt und bezeichnet die Überzeugung einer Person, auch schwierige Situationen und Herausforderungen aus eigener Kraft erfolgreich bewältigen zu können. Bandura identifizierte vier Quellen, aus denen Selbstwirksamkeit entsteht:  

  1. Eigene Erfolgserlebnisse
  2. Stellvertretende Erfahrungen durch Beobachtung von Modellen  
  3. Verbale Ermutigung 
  4. Emotionale Regulation 

Er entwickelte verschiedene Methoden, um die Selbstwirksamkeit zu messen und zu fördern, zum Beispiel durch Selbstbeobachtung, Zielsetzung, Selbstverstärkung und Selbstinstruktion. 

Heute wird dieses Prinzip in vielen Bereichen praktisch und mit großem Erfolg angewendet. Da es nicht zweckorientiert ist, sondern der Selbstbefähigung der Menschen dient, ist die Gefahr der Manipulation einigermaßen überschaubar. Letztlich ist das höherwertige Ziel die Übernahme der Eigenverantwortung durch die Menschen, bzw. deren Befähigung dazu. 

Verantwortung kann ich aber nur übernehmen, wenn ich der Überzeugung bin, dass ich diese Verantwortung auch bewältigen kann. Und das wiederum kann ich nur, wenn ich an meine eigenen Fähigkeiten und Fertigkeiten glaube. Eventuelle unrealistische Erwartungen schüttelt das Leben in der Regel sehr schnell zurecht

Selbstwirksamkeit und Financial Wellbeing

Im System Arbeit geht es vorrangig um Leistung gegen Geld. Und da wir uns bei Unequity mit Fragen von Gesamtvergütungssystemen befassen, ist das für uns ein natürlicher Fokus.  

Schon vor einigen Jahren haben wir uns intensiv mit dem Thema Financial Education auseinandergesetzt, damals lag der Schwerpunkt auf dem Bereich Financial Wellbeing als Benefit-Trend (siehe Link am Ende des Beitrags). Erfreulicherweise gehört Financial Wellbeing bei einigen unserer Kunden heute zum jüngsten Standard der Benefit-Angebote dazu. Fassen wir es präziser: Financial Literacy, als ein solides Grundwissen über Finanzen, das uns befähigt, einen eigenverantwortlichen Umgang mit unseren finanziellen Ressourcen zu pflegen. 

Gerade Unternehmen, die Mitarbeiterbeteiligungen, betriebliche Altersversorgungsprogramme oder Versicherungen als Benefits anbieten, haben ein Interesse daran, dass die Teilnehmenden über ein finanzielles Basiswissen verfügen. Da Unternehmen aber nicht persönlich beraten dürfen und sollen, bietet sich ein professionell ausgearbeitetes Financial Education Format geradezu ideal an, um Wissen als gute Grundlage für bessere Entscheidungen zu vermitteln. 

Laut OECD ist Finanzkompetenz „eine Kombination aus Bewusstsein, Wissen, Fähigkeiten, Einstellung und Verhalten, die notwendig ist, um solide finanzielle Entscheidungen zu treffen und letztendlich individuelles finanzielles Wohlbefinden zu erreichen.“  Dazu gehört ein grundsätzliches Verständnis für Geld, seine Bedeutung und Einsatzmöglichkeiten sowie Grundkenntnisse der persönlichen Budgetierung. Im nächsten Schritt geht es um den finanziellen Sektor als solchen, das Bankwesen, den Kapitalmarkt und die Möglichkeiten und Risiken, die damit verbunden sind.  

Wir bei Unequity möchten dazu beitragen, dass ein solides Finanzwissen über die internen Kanäle und Medien der Unternehmen kommuniziert und verbreitet werden kann. Wir nutzen unsere Fachkompetenz und jahrelange Erfahrung in der Orchestrierung interner Unternehmenskanäle dafür, komplexe Themen attraktiv und möglichst einfach an die verschiedenen internen Zielgruppen heranzutragen: Das eigene Gehalt verstehen, den Wert von Benefits einschätzen lernen, Chancen und Risiken von Investments bewerten können. Wir kommunizieren mit Leidenschaft und transportieren dabei einen enormen Mehrwert für Mitarbeitende und Unternehmen, Wissen.

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