Wie sieht Total Rewards in Zukunft aus?

Erkenntnisse aus der Total Rewards Lab Series 1/2026

Total Rewards verändert sich. Überkommene Modelle lassen sich immer schwerer halten. Mitarbeitende stellen Fragen, die das bisherige Drehbuch nicht mehr beantworten kann. Künstliche Intelligenz hält Einzug, bevor die Grundlagen dafür bereit sind. Und die Belegschaft, für die diese Systeme ursprünglich entwickelt wurden, verändert sich bereits.

Dies sind einige der Kernaussagen aus unserer ersten Total Rewards Lab Serie, die wir Anfang dieses Jahres gemeinsam mit UFlexReward gestartet haben. In dieser Zusammenfassung geben wir einen Einblick in die Diskussionen aus den vier Sessions.

Die meisten Reward-Verantwortlichen spüren: Etwas hat sich verschoben

Um herauszufinden, was genau, haben Simone Schmitt-Schillig von Unequity und Leigh Bornstein von UFlexReward diese Serie unter dem Titel Total Rewards Labs ins Leben gerufen. Über vier Sessions hinweg brachten wir erfahrene Reward-Expertinnen und -Experten aus globalen Organisationen in Europa, Nordamerika, Israel und darüber hinaus in einen geschützten Raum für offenen Dialog. Keine Präsentationen. Keine vorgefertigten Antworten. Keine Agenda. Nur Menschen, die täglich im Reward-Bereich arbeiten und miteinander austauschen, was sie beobachten, was sie ausprobiert haben und was anders verlaufen ist als erwartet.

Der vorliegende Blogartikel basiert auf diesen Gesprächen. Statt endgültige Antworten zu liefern, spiegelt es die mehrfach aufkommenden Themen, Spannungsfelder und Fragen wider, die in den vier Sessions deutlich wurden.

Was die Gespräche gezeigt haben

  1. Die Belegschaft hat sich bereits verändert. Total Rewards nicht.
    Die bisherige Vergütungsarchitektur geht von einer stabilen, vollzeitbeschäftigten, langfristig gebundenen Belegschaft aus. Diese Annahme wird immer schwerer aufrechtzuerhalten sein. Teilzeitmodelle, projektbasierte Teams und externe Services und Dienstleister haben extrem starken Zulauf – dennoch adressieren Reward-Systeme nach wie vor fast ausschließlich die traditionelle Kernbelegschaft. Zum ganzen Artikel.

  2. Flexibilität wird häufiger versprochen als tatsächlich geliefert.
    Jede Organisation möchte Flexibilität anbieten. Die meisten haben es versucht. In mehreren Unternehmen lagen die Standard-Teilnahmeraten flexibler Angebote trotz umfangreicher Kommunikation und Aufklärung bei 70 bis 80 Prozent. Das Problem liegt nicht im Anspruch. Es liegt in der Infrastruktur, die eine echte Wahl überhaupt erst ermöglicht. Details hierzu.

  3. Die Daten sind vorhanden. Was fehlt, ist die Sicherheit, auf dieser Basis zu handeln. .
    Die meisten Reward-Teams verfügen über mehr Daten, als sie tatsächlich in Entscheidungen übersetzen können. Die Herausforderung besteht darin, diese Daten mit den Entscheidungen der relevanten Stakeholder zu verbinden – und den Hebel zu finden, der das Management wirklich aufhorchen lässt. Benefits-Daten werden für die Finanzabteilung oft erst dann relevant, wenn man ihnen die Höhe der Pensionsverpflichtungen zeigt. Mehr dazu hier.

  4. KI legt Strukturschwächen offen. Sie behebt sie nicht. .
    Die private Nutzung von KI unter den Teilnehmenden liegt bei sieben bis neun von zehn. Die professionelle Nutzung im Reward-Bereich bei drei bis vier. Die Lücke liegt nicht an der Technologie. Sie liegt an Governance, uneinheitlicher Dokumentation, rechtlicher Unsicherheit und einem fehlenden organisatorischen Vertrauen in die Ergebnisse. Im Einzelnen.

  5. Die Kluft zwischen Design und Praxis ist die zentrale Herausforderung.
    In allen vier Sessions trat immer wieder dasselbe Spannungsfeld auf: die Diskrepanz zwischen der Art, wie Gesamtvergütung konzipiert wird und der Art, wie das System in der Praxis ankommt. Das Problem ist nicht neu. Doch KI, Regulierung, fragmentierte Arbeitsstrukturen (wie diverse Teilzeitmodelle) und steigende Erwartungen der Mitarbeitenden machen es unmöglich, dieses Thema weiter aufzuschieben.

Interesse an einem zukünftigen Lab?

Die Total Rewards Lab Series wird fortgesetzt. Die Sessions sind bewusst klein gehalten, von Praktikerinnen und Praktikern geleitet und auf maximal zwölf Teilnehmende begrenzt. Wenn du im Reward-Bereich arbeitest und bei der nächsten Runde dabei sein möchtest, freuen wir uns über deine Rückmeldung.

Wenn du Interesse an einer zukünftigen Session hast, fülle bitte das kurze Anmeldeformular über den entsprechenden Link aus. Wenn du Unequity oder UFlexReward noch nicht kennst, erfährst du in unserem Artikel Aus Daten wird Dialog mehr.

Wenn du lieber direkt ins Gespräch kommen möchtest, freuen wir uns ebenfalls über deine Nachricht. Schreib uns an simone@unequity.com mit einer Terminanfrage.

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Portrait von Simone Schmitt Schillig – Geschäftsführerin Unequity GmbH

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