Klarheit für alle
Unser Standpunkt: Je komplexer und heikler Themen sind, desto mehr braucht es nicht nur Information, sondern vor allem Kommunikation als lebendigen Austausch von Mensch zu Mensch. So entstehen Verständnis, Vertrauen und Loyalität.
In unserem Blogbeitrag geben wir Beispiele aus der Praxis, wie zielgruppenspezifische Ansprache dabei ein entscheidender Faktor sein kann.
Kommunikation für eine zukunftsfähige Unternehmenskultur
Die kommende Entgelttransparenz ist Teil eines größeren Kulturwandels im Arbeitsumfeld. Diesen Kulturwandel zu begleiten, zu fördern und aktiv mitzugestalten, ist vorrangig die Aufgabe der Kommunikation.
Compliance zuerst
Viele Unternehmen planen derzeit den Minimum-Standard, um den erwarteten gesetzlichen Regelungen zu entsprechen. Auf lange Sicht entsteht aber ein insgesamt transparenteres Arbeitsumfeld und wer dies souverän begleitet, kann das volle Wirkungspotential der Entgeltransparenz nutzen. Dadurch entsteht ein klarer Wettbewerbsvorteil in der Arbeitgeberattraktivität.
Die neuesten Zahlen von Indeed belegen eindrücklich den Impact transparenter Entgeltkommunikation bereits im Recruiting-Prozess:
54 % mehr Bewerbungen
45 % weniger Kosten bei Einstellungen
65 % weniger Ausfälle im Recruiting-Prozess
82 % der Deutschen unterstützen die Entgelttransparenz.
Der Vertrauensindex steigt auf 85 %.
Unser Tipp dazu: Jede Kommunikation ist nur so gut, wie sie ihre Zielgruppen erreicht. Deshalb setzen wir seit 15 Jahren auf sehr genaue Analyse und Adressierung der Bedürfnisse der verschiedenen Stakeholder eines Unternehmens, gerade bei komplexen Themen.
Zielgruppenspezifische Ansprache als Türöffner
- Gezielte Ansprache
Fokussierung auf spezifische, definierte Zielgruppen durch die Erstellung von Personas. - Datengetriebenes Marketing
Nutzung von Daten, um die jeweiligen Bedürfnisse genau zu analysieren und maßgeschneiderte Angebote zu erstellen. - Personalisierung
Anpassung der Botschaften, Produktvorschläge und Inhalte an den individuellen Empfänger. - Anlassbezogene Kommunikation
Ansprache der Zielpersonen zu relevanten Zeitpunkten mit für sie passenden Informationen.
Beispiel aus der Praxis
Die Kommunikation der beiden Persona-Typen Non-Desk– (z.B. Mitarbeitende in der Produktionskette) und Desk-Worker (z.B. IT-Kräfte) weist spezifische Unterschiede auf, die auf ihre jeweiligen Arbeitsumgebungen und Zugangsbedingungen zu Informations- und Kommunikationsmitteln zurückzuführen sind.
Kommunikations-Bedürfnis
Desk-Worker verfügen in der Regel über vollständigen Zugriff auf digitale Kommunikationsmittel wie E-Mail, Intranet und Desktop-basierte Kollaborationsplattformen. Ihre Kommunikation ist häufig synchron und asynchron mit hoher Interaktionsdichte und einem Fokus auf Teamarbeit und Wissensaustausch. Sie wünschen sich klare, transparente und strukturierte Kommunikationswege, die Flexibilität durch orts- und zeitunabhängiges Arbeiten unterstützen. Zudem ist ihnen soziale Interaktion wichtig, um Teamgefühl und Motivation zu stärken. Stressfaktoren sind oft Überflutung mit Informationen und ständige Erreichbarkeit.
Non-Desk-Worker haben vielfach eingeschränkten oder gar keinen Zugang zu klassischen digitalen Kommunikationsmitteln wie E-Mails oder dem Intranet, da sie keinen festen Schreibtisch oder PC-Arbeitsplatz haben. Ihre Kommunikation ist daher überwiegend asynchron und muss mobil, orts- und zeitunabhängig erfolgen. Besonders wichtig sind einfache, bedienerfreundliche mobile Kommunikationskanäle (z.B. über Apps oder mobiles Social Intranet), die alle Ebenen der Kommunikation abdecken: top-down, bottom-up sowie horizontal. Non-Desk-Worker benötigen mehr Aufmerksamkeit und Sichtbarkeit, um in Entscheidungsprozesse und Unternehmenskultur besser eingebunden zu werden.
Herausforderungen und Wünsche in der Kommunikation
Desk-Worker: Bewältigung der hohen Informationsflut, die oft eine Unterbrechung der Arbeitszeit verursacht, ständige Erreichbarkeit, laufend technische Änderungen und Anfoderungen. Wunsch nach transparenten Kommunikationswegen.
Non-Desk-Worker: Grundsätzlich Zugang zu relevanten Informationen und Teilnahme an Kommunikation, kaum Möglichkeit auf digitale Kommunikationskanäle zuzugreifen. Wünsche umfassen barrierefreie und intuitive Kommunikationsmittel, Live-Formate zur direkten Interaktion, und stärkere Einbindung in die Kommunikationskultur.
Motivation durch Kommunikation
Kommunikation wirkt für Desk-Worker motivierend durch klare Ziele, Teamzusammenhalt und Anerkennung.
Für Non-Desk-Worker entsteht Motivation durch sichtbare Wertschätzung, Einbindung in Entscheidungsprozesse und die Möglichkeit, sich einfach und effektiv zu informieren und mitzuteilen. Digitale Tools, die speziell auf die Non-Desk-Worker zugeschnitten sind, tragen erheblich zur Mitarbeitermotivation und -bindung bei.
Unser Fazit
Adressiert den Kulturwandel und bezieht eure Mitarbeitenden von Anfang an in die Reise zur Entgelttransparenz mit ein. Das schafft nicht nur Vertrauen – auch wenn es mal holpert – , sondern ermutigt die Menschen zu Mitgestaltung und Mitverantwortung. Damit fördert ihr nicht nur das Vertrauensverhältnis zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer, sondern auch Motivation und Leistungsbereitschaft im Team.
Wie Gallup in seiner neuesten Studie signifkant nachweisen konnte, erhöht das Gefühl der Teilhabe an den Prozessen im Unternehmen die Leistungsfähigkeit der Mitarbeitenden. Zugleich steigt die Mitarbeiterzufriedenheit und das individuelle Gefühl von sinnstiftender Arbeit. Offenheit und Transparenz sind echte Werte und zeugen von einer gelebten Unternehmenskultur.
Mehr Informationen rund um erfolgreiche Total Rewards Kommunikation findet ihr auch in unserem Download-Bereich und auf unserer Projekt-Seite.
Wir begleiten euch dabei von Anfang an als strategischer Partner der Kommunikation mit überzeugenden Narrativen, zielgruppengenauen Informationskanälen und attraktiv gestalteten Medien.
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- Simone Schmitt-Schillig
Quellenangaben:
Entgelttransparenzgesetz der Bundesrepublik Deutschland
EUPTD Entgelttransparenz-Richtlinie der Europäischen Union
Weiterführende Literatur
Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend
Bundesministerium für Arbeit und Soziales
Gallup State of the Global Workforce 2026
WEF Future of Jobs Report 2025
Indeed Insights